Kostenfalle Online-Dating

Kontaktbörsen im Internet liegen voll im Trend. Das ist kein Wunder, scheint es doch sehr leicht zu sein, dort einen Partner oder jemand für ein Sex-Abenteuer zu finden, zumal viele Webseiten sogar kostenloses Dating anbieten. Oft genug gibt es aber ein böses Erwachen, weil es statt heißen Sex eine dicke Rechnung gibt. Wie kannst Du verhindern, dass Du in die Kostenfalle Online-Dating tappst?

Lies die AGB aufmerksam durch!

Diesen Rat solltest Du unbedingt beherzigen, den er verhindert Abzock-Versuche bereit im Ansatz. Die Anbieter sind per Gesetz dazu verpflichtet, in den AGB die Kosten zu nennen. Sie setzen jedoch auf die Nachlässigkeit der meisten Verbraucher und verstecken die wichtigen Infos in einem wahren Dschungel von kleingedruckten Text.

Du kannst nur Mitglied einer Singlebörse werden, wenn Du ein Häkchen in ein Kästchen setzt, mit dem Du bestätigst, dass Du die AGB gelesen hast und mit ihnen einverstanden bist. Mit diesem geschickten Trick der Betreiber wird die Kostenfalle Online-Dating legal und Du kannst kaum etwas gegen die Abzocke unternehmen. Zum Abzocken ihrer (meist männlichen Kunden) verwenden sie verschiedene Methoden.

Trick 1: kostenlose Singlebörse

Viele Anbieter, selbst solche die als seriös gelten, behaupten, sie betrieben eine kostenlose Singlebörse. Das stimmt auch, aber nur für die Anmeldung. Die ist kostenlos, aber für alles andere musst Du bezahlen. Du kannst höchstens Dein Profil anlegen, Fotos hochladen und ein wenig in den Profilen der Mitglieder stöbern.

Wenn Du jedoch Nachrichten versenden willst, musst Du eine kostenpflichtige Mitgliedschaft abschließen. Diese Methode wird sogar von Anbietern genutzt, die eigentlich als seriös gelten. Es gibt nur wenige Webseiten für wirklich kostenloses Dating.

Trick 2: Moderierte Chats

Es ist eine traurige Wahrheit, dass viele Kontaktbörsen aktive Mitglieder nur vortäuschen, um Kunden zum Abschluss eines teuren Abos zu bringen. In den AGB steht dann, dass die Chats auf der Webseite moderiert sind und dass Controller oder Moderatoren eingesetzt werden, die sich als echte Mitglieder ausgeben und Neulinge anschreiben. Oft handelt es sich um Männer, die sich als Frauen ausgeben und geklaute Profilfotos nutzen.

Als Ausrede steht dann in den AGB, die Webseite diene ausschließlich zu Unterhaltungszwecken und nicht zum Anbahnen von realen Kontakten. Liebe wirst Du auf so einer Webseite nicht finden. Mit diesem Trick arbeiten sowohl Kontaktbörsen, die mit einem Abo nutzbar sind als auch solche mit einem Prepaid System.

Trick 3: die Abofalle

Auf diesem Gebiet läufst Du Gefahr, gleich mehrfach abgezockt zu werden. Da wäre beispielsweise der Trick mit dem Probeabo, der so abläuft: Du kannst die Webseite für 1 – 3 Tage, manchmal auch 1 oder 2 Wochen für einen symbolischen Preis von 1 Euro nutzen. Kündigst Du das Probeabo nicht schriftlich und rechtzeitig vor Ablauf der Frist, verwandelt es sich automatisch in ein Halbjahres- oder Jahresabo.

Ein weiterer Trick ist die automatische Verlängerung. Versäumst Du, Dein Abo vor Ablauf der Frist schriftlich zu kündigen, verlängert es sich automatisch um den vorher gebuchten Zeitraum.

Mit den monatlichen Kosten des Abos wirst Du gleichfalls in die Irre geführt. Auf den ersten Blick werden sie um so günstiger, je länger das Abo dauert. Die Anbieter verschweigen jedoch, dass sie die Gebühren für den gesamten Zeitraum auf einmal abbuchen.

Wenn Du Dich gutgläubig für ein 2-Jahres-Abo entschieden hast, wirst Du auf einen Schlag ein paar Hundert Euro los! Theoretisch könntest Du zwar Deine Mitgliedschaft widerrufen, aber in der Praxis behalten viele Anbieter, auch solche, die als seriös gelten, einen großen Teil der Gebühren ein. Diese Methode nennt sich Wertersatz.

Woran erkennst Du die Kostenfalle Online-Dating?

Du solltest stutzig werden, wenn Dir eine angeblich kostenlose Singlebörse kostenloses Dating verspricht, Du aber ein Abo abschließen oder Guthaben erwerben musst, um Nachrichten an andere Mitglieder zu senden. Verdächtig ist auch, wenn Du nur ein paar Minuten nach Deiner Anmeldung bereits Post bekommst, obwohl Du Dein Profil noch gar nicht angelegt hast und Du noch nicht einmal ein Profilfoto besitzt. Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich um Controller oder Moderatoren, die Dich anschreiben, um Deine Lust zu wecken.

Du willst um jeden Preis antworten und schließt dafür ein Abo ab oder noch schlimmer: Du kaufst ständig Guthaben, um mit Mitarbeitern der Webseite oder gar einem Computerprogramm zu chatten!

Sei auch auf der Hut, wenn Dich Frauen mit sehr attraktiven Profilfotos kontaktieren. Frage Dich selbst, ob es so eine Frau nötig haben könnte, auf einer Singlebörse im Internet nach Dates zu suchen? Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass entweder das Foto gestohlen ist oder das betreffende Mitglied Dich abzocken will. Viele Huren nutzen kostenloses Dating, um Freier zu finden. Andere Girls servieren Dir rührende Geschichten, um von Dir Geld zu bekommen.

Bevor Du eine kostenpflichtige Mitgliedschaft abschließt, solltest Du immer erst die AGB lesen und den gesunden Menschenverstand walten lassen. Das bewahrt Dich in den meisten Fällen vor der Kostenfalle Online-Dating.

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